Nachtkerze

Die Nachtkerze ist eine zweijährige Pflanze. Sie wird in guter Erde bis zu 1,50 m hoch. Im ersten Jahr bildet sich die Blattrosette, im zweiten erscheint dann der Schaft mit den gelben Blüten, die ab Juli bis in den Herbst blühen. Jede öffnet sich nur eine Nacht. Abends in der Dämmerung kann man zusehen, wie sie sich innerhalb von ein paar Minuten öffnen um dann am nächsten Vormittag zu verwelken. Die Blüten sind leuchtend gelb und verströmen einen starken süsslich-würzigen Duft. Die Kultur ist unproblematisch, die Vermehrung ist über samen möglich. Aber die Nachtkerzen vermehren sich selbst. Sie gehen praktisch in jeder Ecke vom Garten auf.
Im ersten Jahr sieht die Blattrosette allerdings einem Löwenzahn sehr ähnlich. Es fehlen nur die Zacken in den Blättern. Also aufpassen, bevor man sie rausreißt. Umpflanzen ist etwas schwierig, man muss tief in die Erde graben, weil die Wurzel der Nachtkerze rübenartig weit in den Boden geht. Bei uns in Sachsen heißen die Nachtkerzen auch scherzhalft "Halb acht Blumen". Weil man die Uhr danach stellen kann, wenn sie abends aufblühen. Nur wissen sie leider nicht, dass wir jetzt Sommerzeit haben ;-))


Verwendung:
Die Wurzeln verwendet man wie Wildgemüse, sie müssen aber vor der Blüte geerntet werden. Aus den Samen wird das Nachtkerzenöl gewonnen.

Gesundheit:
Nachtkerze ist blutreinigend, das Öl wird für Medikamente gegen Neurodermitis verwendet.

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