Gardenie Gardenie - Gardenia jasminoides

Gardenien sind als Zimmerpflanzen in den letzten Jahren sehr in Mode gekommen. Sie haben wachsweiße, herrlich nach Jasmin duftende Blüten. Ich hatte mal eine, die musste ich sogar zeitweise aus dem Zimmer stellen, weil mir der Geruch einfach zu intensiv war. Die Blätter sind dunkelgrün und glänzend. Es ist allerdings nicht ganz einfach, eine Gardenie über längere Zeit zu halten. Ich hab es zum Beispiel nicht geschafft. Meine ist nach der Blüte einfach eingegangen. Aber damals wusste ich auch zu wenig über diese Pflanze.
Wenn man ihre Wünsche erst einmal kennt, kann man sie gut über viele Jahre zur Blüte bringen.
Standort: Während der Blüte kann die Gardenie voll sonnig stehen, und zwar bei einer Temperatur von etwa 20 Grad, nur vor der prallen Mittagssonne sollte man sie etwas schützen. Überwintert wird bei 12-15 Grad. Zur Zeit der Knospenbildung braucht sie allerdings unbedingt Nachttemperaturen unter 18 Grad, sonst wirft sie die Knospen ab. In einem schönen Sommer kann eine Gardenie auch ins Freie.
Gießen: Die Gardenie darf nie austrocken, stauende Nässe mag sie aber genauso wenig. In der Ruhezeit wird sparsam gegossen und im Sommer sollte man wöchentlich düngen. Gardenien vertragen kein kalkhaltiges Wasser. Sehr gut eignet sich Regenwasser.
Vermehrung: Gardenien werden durch Kopfstecklinge vermehrt. Diese sollten etwa 8-10 cm lang sein. Sie werden in ein Gemisch aus Humus, Kies und Torfmull gesetzt und müssen sehr warm stehen, etwa bei 25 Grad. Stülpen Sie eine Plastiktüte mit Löchern über den Topf, diese sorgt für eine Art Treibhausklima. Man kann zwei Holzstäbe (ich nehm immer Schaschlykspieße) in den Topf stecken, zieht die Tüte drüber und hält sie mit einem Gummi am Topfrand fest. Nach vier bis sechs Wochen, wenn sie Wurzeln geschlagen haben, kommen sie an einen Platz mit niedrigerer Temperatur so um die 18 Grad. Umgetopft wird dann nochmal, wenn die Pflanze zu groß wird für den Anzuchttopf.
Das normale umtopfen erfolgt im Frühling, etwa alle zwei Jahre. Die Pflanze verträgt keine kalkhaltige Erde. Nehmen Sie wieder die gleiche Mischung wie bei der Anzucht.
Schädlinge: Blattläuse und Spinnmilben können im Sommer lästig werden. Gegen geringen oder beginnenden Befall hilft meist schon eine Dusche mit kaltem Wasser. Sind es schon viele, dann sollte man sich ein Mittel aus dem Gartenmarkt holen. Ich nehm da gern Combistäbchen, die düngen und die Pflanzen sind gleichzeitig für 6 - 8 Wochen vor allen saugenden Schädlingen geschützt.
Gelbe Blätter oder Blattfall sind möglicherweise ein Zeichen für kalkhaltiges Wasser. Bei abfallenden Knospen könnte die Temperatur falsch sein.




zur Übrsicht